Die Tischtennis-Abteilung des TSV Westfalia 06 Westerkappeln ermittelte am vergangenen Freitagabend zum insgesamt achten Mal den „Nikolaus“. Erstmals den Titel sicherte sich Philip Laumeier aus dem Jugend-Bezirksliga-Team, der somit nach Ansgar Lütke Glanemann (2008) und Dominik Woyciechowski (2009) der dritte Spieler aus der ersten Jugendmannschaft ist, der sich die Nikolausmütze aufsetzen darf.

Das Nikolausturnier ist gerade für die jüngeren Spieler reizvoll. Denn pro Mannschaftsunterschied bekommt der tiefer spielende Akteur zwei Punkte Vorsprung. Bis zum Halbfinale wird ein Gewinnsatz bis zum 21. Punkt gespielt, danach geht’s mit halbierter Punktvorgabe über drei Sätze bis elf.
Das Starterfeld war mit insgesamt 44 Teilnehmern wie in jedem Jahr gut besetzt. Bis zum Achtelfinale konnten auch die jüngsten Vereinsmitglieder noch gut mithalten, mussten sie sich dann jedoch den erfahreneren Spielern geschlagen geben, so dass in der nächsten Runde mit Janeiro Wenzel aus dem zweiten Schülerteam lediglich einer der „jungen Wilden“ die Fahne hochhielt. Im Viertelfinale war aber auch für ihn gegen den späteren Drittplatzierten Erik Moldenhauer nach einer knappen 20:22-Niederlage Schluss. Nun war klar, dass Jugendspieler Philip Laumeier der klare Favorit auf den Turniererfolg ist. Nach Siegen im Achtelfinale über Nico Springmeier und im Viertelfinale über Mannschaftskollege Torben Wolf ging es in der Vorschlussrunde gegen Katharina Hille aus der ersten Damenmannschaft um den Einzug ins Endspiel. Auch hier zeigte sich, dass mit Laumeier zu rechnen war und er setzte sich klar und deutlich mit 3:0 nach Sätzen durch. Im zweiten Halbfinale besiegte Klaas Meyer-Köster Erik Moldenhauer ebenfalls deutlich mit 3:0.
Das Finale sollte noch mal für ordentliche Spannung sorgen. Zwar begann jeder Satz mit einem 5:0-Vorsprung für Philip Laumeier, dennoch konnte Meyer-Köster dem Jugendspieler das Leben schwer machen und kämpfte sich in den entscheidenden fünften Durchgang. Hier bewies Laumeier nochmals Nervenstärke und sicherte sich mit einem 11:5-Sieg erstmals den Titel.




Für die wohl größte Überraschung des Turniers sortge jedoch Sergej Schwebel aus dem 2. Schülerteam der Westfalia. Ohne Niederlage spazierte er durch die Vorrunde und qualifizierte sich somit für die Hauptrunde. Auch hier trumpfte der zehnjährige Westerkappelner Youngster auf und musste in fünf Begegnungen lediglich dem späteren Turniersieger Christian Schreiner aus Wettringen den Vortritt lassen. In der Platzierungsrunde schaltete Schwebel mit den Mettingern Andre Schantin und Simon Runde jeweils Spieler aus, die zwei Ligen höher in der Kreisliga um Punkte kämpfen. In diesen Spielen siegte der Westfalia-Akteur jeweils nach einem 1:2-Rückstand noch mit 11:9 im fünften Satz. Der zweitplatzierte Henri Dohe vom TTC Lengerich war für den jungen Westerkappelner an diesem Wochenende eine Nummer zu groß. Auf einen ebenfalls sehr guten achten Rang schaffte es Finn-Luca Moser, der zusammen mit Sergej Schwebel in der 2. Kreisklasse spielt. Nach knappen Niederlagen in der Hauptrunde spielte Moser um die Plätze 7 - 12, wo er sich lediglich den vor ihm platzierten Marius
Aulkemeyer vom TTV Mettingen geschlagen geben musste. "Mit diesen Ergebnissen hätte ich vor dem Turnier nicht gerechnet", so Schüler- und Jugendwart Sascha Mochner. "Aber es zeigt auch, dass sich das akribische Training mit den Kids auszeichnet".
Bereits am Freitagabend spielten die Jugendlichen um den Titel des Vereinsmeisters. Unter insgesamt acht Teilnehmern erreichten Titelverteidiger Dominik Woyciechowski und Lars Möllenkamp das Endspiel. Hier zeigte Woyciechowski seine aktuelle Ausnahmestellung im Jugendbereich und setzte sich wie im gesamten Turnierverlauf ohne Satzverlust durch. Den dritten Platz erreichte Philip Laumeier durch einen 3:2-Erfolg über Torben Wolf.
Die Herren teilten sich in diesem Jahr erstmals in zwei Gruppen auf. An der Herren-B-Klasse nahmen ausschließlich Spieler der 4. und 5. Mannschaft teil, die Herren-A-Konkurrenz bestand aus den oberen drei Teams. In der B-Klasse zeigte sich von Anfang an, dass die jüngeren Herren mit großem Widerstand der „alten Hasen“ des Vereins kämpfen mussten. So zogen mit Peter Janik und Siegfried Piecha zwei Ü60-Spieler ins Halbfinale ein, was von Thomas Pohlmann und Matthias Woyciechowski komplettiert wurde. Hier setzte sich Thomas Pohlmann überraschend deutlich gegen Peter Janik durch und zog ins Endspiel ein. Ebenfalls ins Finale schaffte es Matthias Woyciechowski, der Routinier Siegfried Piecha in der Vorschlussrunde mit 3:1 das Nachsehen gab. Im Endspiel sollte der Überraschungsfinalist Woyciechowski seine gute Tagesform erneut unter beweis stellen. Thomas Pohlmann gelang es lediglich einen Durchgang für sich zu entscheiden und musste dem 20jährigen Matthias Woyciechowski letztlich verdient zum Sieg gratulieren. In der Trostrunde sicherte sich Peter Goddäus mit einem knappen 3:2-Erfolg über August Keidel den 1. Platz.





2-Sieg gegen TTC Blau-Weiß Datteln das Finale. Als Punktesammlerinnen betätigten sich dabei Katharina Hille zwei- sowie Anna und Gisa Lankenfeld je einmal.In der abschließenden Partie waren sie jedoch den erfahrenen Spielerinnen des TuS Hiltrup nicht ganz gewachsen und unterlagen mit 1:4. Den Ehrenpunkt rettete das Doppel beim Spielstand von 0:3.
Nach einjähriger Pause gelang es unseren Damen zum zweiten Mal nach 2009 den Kreispokal nach Westerkappeln zu holen. In einem spannenden Endspiel gegen den TB Burgsteinfurt gelang ein knapper aber am Ende verdienter 4:3-Erfolg. Nachdem Spitzenspielerin Katharina Hille ihr erstes Einzel mit 2:3 verloren geben musste, glich Anna Lankenfeld mit einem 3:1-Erfolg zum 1:1 aus. Ihre Schwester Gisa agierte in der Folge eher unglücklich, als sie nach einer 2:0-Satzführung noch mit 10:12 im Entscheidungssatz das Nachsehen hatte. Auch in ihrem zweiten Einzel sollte es für Gisa Lankenfeld kein Happy-End geben – sie verlor mit 1:3. Besser machten es in der Folge Katharina Hille und Anna Lankenfeld. Beide gewannen ihr zweites Spiel jeweils deutlich mit 3:0 und auch das gemeinsame Doppel wurde mit 3:2 zu Gunsten der Westerkappelnerinnen entschieden, so dass am Ende ein 4:3-Erfolg und der damit verbundene Pokalsieg zu Buche standen.
